26 Juni 2006

Peter Handke: Der Bildverlust

Nach der Notiz zu den zwei grossen Interviews in der Zeit und in der NZZ Mitte Juni 2006 einen Sack voll neuer Handkebücher aus der Bibliothek geholt. Davon erwähnenswert sind nur Unter Tränen fragend über März und April 1999 in Serbien, ein Text, der zwar Position ergreift, aber in einer Weise, dass Anstoss daran zu nehmen lächerlich erschiene, und der Roman Der Bildverlust oder Durch die Sierra de Gredos, ein 750 Seiten umfassendes Grosswerk, erschienen 2002.
Handke ist in der Tat der leicht verspielte Dichterschriftsteller geblieben, den ich Anfang der achtziger Jahre zu lesen zunehmend müssig fand, weil er statt der Produktion bewusstmachender Erkenntnisse oder Einsichten die von flüchtigen, nebulösen Geistesflügen favorisierte; Geistesgebilde indes, an denen sich Kritik und Phantasie hätten entzünden können, standen abseits.
Das ist im grossen Roman aus einer der spanischen Gebirgslandschaften, der Sierra de Gredos westlich von Madrid, auch in den grossformal beeindruckend komponierten ersten hundert Seiten in einem Grossstadtvorort, der, soweit die wenigen Bilder im Internet solches nahelegen, Züge trägt von Clamart, nicht anders. Trotzdem war mir die ganze Lektüre ein Genuss. In der kleinen Form hat die Sprache eine Sicherheit gefunden, die Schönheit, Dringlichkeit und primäre Verständlichkeit zu vereinen weiss. Nichts erscheint aufgeregt oder erkünstelt, und doch ist alles in riesiger Spannung weit weg von allem Empirischen. Falls eine oder einer nicht mehr gehen kann, weil schlechte Kräfte ihn am Boden halten - hier kann er sich das zu Gemüte führen, was das Gehen in den Bergen einem üblicherweise in die Sinne treibt.
Es ist nicht leicht, Karten der mit Auto und Bussen durchfahrenen und zu Fuss durchwanderten Gegend zu finden. Hier eine mit der ungefähren Route rot eingezeichnet.

Und hier noch ein Link zu Bildern von der Laguna Grande de Gredos, einem kleinen See, wie man solche in den Penninischen Alpen vom Montblanc bis zum Gotthard öfters findet und dessen Umgegend Handke in eine fulminante Poetik zu fassen vermochte - aber auf diese Weise spintisieren die Gedanken im Realen eben zuhauf, wenn sie solchen Gebilden begegnen dürfen.

04 Februar 2006

Google Index

Ein Paradox: Seit einiger Zeit werden bei Google gewisse Sites nur schlecht oder auch gar nicht mehr angezeigt. Durchaus möglich, dass solches nur in Bümpliz geschieht, weil vielleicht in der massgebenden Umgebung ein Google-Server nicht optimal funktioniert. Als Index erscheinen Seiten so ältlich, dünn und abgegriffen wie vor fast einem Jahr. Deswegen der Blog hier, der Backlinks deponiert - gleichzeitig ein paar Gelegenheitsbesuchen, insbesondere aus ferneren Kontinenten, die Wege ins Walliser Paradies finden lassen soll. Und doch, halten sich dort zuwenige auf? Nein, vorgestern wurde 1 G durchstossen - mehr als 1 Gigabyte Download in einem einzigen Tag... Wie das nur zusammenpassen soll, so viele Besuche und eine so schlechte Indizierung bei Google?
Daily Statistics for February 2006 www.ueliraz.ch
Day   Hits   Files  Pages   Visits   KBytes
1 11069 9577 1178 534 806247
2 14385 13265 1971 519 1176862

02 Februar 2006

The Dangerous Kitchen

In Bern schlagen sie mit Fäusten um sich, wenn eine Küche renoviert werden soll. Vor zwei Wochen eine am Ahornweg fotografiert, deren Destruktion mittlerweile in der sechsten Woche darniederliegt, und so etwa bleibt es in Erinnerung,
Fausts Wirken in der Cuisine Postnouvelle, wie in einer Trächu im alten Wallis.

26 November 2005

Das Bild ist hibschji, nitt?


Da staune ich nur......?

23 November 2005

Lis-i

Sehr lange wird das hier nicht stehen bleiben. Vielleicht hilft es einigen aus der Patsche: Konrad Affolter, Veronika Huber, Thomas Kloter, Vladimir Raz, Helene Nossardi, Emil Rechsteiner, Ueli Raz

Mal schaun'n!

Was gibz da tsu gaffen?